Die INSPIRE-Durchführungsbestimmungen

Die INSPIRE-Richtlinie allein bildet lediglich den rechtlichen Rahmen für den Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur; sie enthält kaum fachliche oder technische Details. Hierfür wurden separate Durchführungsbestimmungen erlassen, die für die Mitgliedsstaaten rechtlich bindend sind.

Diese „Implementing Rules“ bilden zugleich das Fundament für den Aufbau einer GDI. Insgesamt gibt es fünf solcher Bestimmungen:

  • Metadaten (Festlegung von Merkmalen zu Geodatensätzen und -diensten)
  • Interoperabilität von Geodatensätzen und -diensten (Festlegung von Inhalten und Datenstrukturen von Geodaten, damit diese problemlos gemeinsam genutzt werden können)
  • Netzdienste (Festlegung webbasierter Zugangsfunktionen zu Geodaten)
  • Gemeinsame Nutzung von Daten und Diensten (Regelung harmonisierter Nutzungsbedingungen für EU-Organe)
  • Überwachung und Berichtswesen (Regelung der Überwachungsmechanismen und des Berichtswesens nationaler GDIs)