Die INSPIRE-Richtlinie

Die INSPIRE-Richtlinie, bestehend aus insgesamt sieben Kapiteln und drei Anhängen, beschreibt die grundsätzlichen Anforderungen an Geodateninfrastrukturen in den Mitgliedsstaaten der EU. Die drei Anhänge definieren Geodatenthemen, die beim Aufbau einer europäischen GDI berücksichtigt werden müssen.

Konkretisiert wird die INSPIRE-Richtlinie durch Durchführungsbestimmungen sowie durch zusätzliche Umsetzungsanleitungen und Datenspezifikationen.

Die INSPIRE-Richtlinie enthält sechs Grundprinzipien zum Umgang mit Geodaten:

  • Daten sollen nur einmal gesammelt und nur dort verwaltet werden, wo dies am effektivsten geschehen kann.
  • Räumliche Informationen aus verschiedenen Quellen müssen innerhalb Europas nahtlos kombinierbar sein und von vielen Benutzern und Anwendungen gemeinsam verwendet werden können.
  • Es muss möglich sein, die Daten, die auf einer bestimmten Fachebene erstellt worden sind, auch auf allen anderen Fachebenen zu nutzen.
  • Geoinformationen, die für eine effektive Verwaltung auf allen Fachebenen benötigt werden, sollen mittels weitreichender Anwendungen verfügbar und zugänglich sein.
  • Geoinformationen müssen leicht ausfindig gemacht werden können; außerdem müssen sie erkennen lassen, welchen Anforderungen sie gerecht werden. Ferner muss leicht ablesbar sein, unter welchen Bedingungen sie erhältlich sind und weiterverarbeitet werden können.
  • Geodaten müssen leicht verständlich und im entsprechenden Kontext leicht interpretierbar sein. Darüber hinaus müssen sie mithilfe benutzerfreundlicher Visualisierungsmethoden nutzbar gemacht werden können.

Der komplette Text der INSPIRE-Richtlinie kann hier heruntergeladen werden.