Grenzenlose Datenbereitstellung per Knopfdruck

Die grenzübergreifende und zeitgerechte Nutzung von raumbezogenen Daten, den sogenannten Geodaten – das ist das Ziel der Arbeitsgemeinschaft Geodateninfrastruktur (GDI) Südhessen. In der Region wird das jetzt dank des GDI InspireUmsetzers, einer „Waschmaschine“ für Geodaten, ermöglicht. Am 13. Juni 2017 ist diese Online-Plattform offiziell von den Kooperationspartnern der GDI-Südhessen im Rahmen des Hessentages in Rüsselsheim am Main freigeschaltet worden.


INSPIRE - So geht's! Freischaltung des GDI InspireUmsetzers durch die Kooperationspartner der GDI-Südhessen;
Von links nach rechts: Dr. Ralf Borchert (Ständiger Vertreter des Präsidenten des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation), Susanne Egert (Geschäftsstellenleiterin GDI-Südhessen), Jutta Stegmüller (Odenwaldkreis), Thomas Knöll (Leiter Amt für Bodenmanagement Heppenheim), Gert Lefèvre (Kreis Bergstraße), Birgit Simon (Erste Beigeordnete Regionalverband FrankfurtRheinMain), Thomas Will (Landrat Kreis Groß-Gerau), Martin Domeyer (Projektleiter GDI–Südhessen), Ulrich Krebs (Landrat Hochtaunuskreis),
Christel Fleischmann (Erster Kreisbeigeordneter Landkreis Darmstadt-Dieburg)

Befüllung der
„Geodaten-Waschmaschine“
durch Landrat Thomas Will
(Kreis Groß-Gerau)
  Befüllung der
„Geodaten-Waschmaschine“
durch Jutta Stegmüller
(Abteilungsleiterin Odenwaldkreis,
Geschäftsstellenleitung GDI-Südhessen)

Durch den GDI InspireUmsetzer werden kommunale Geodaten in eine einheitliche Form gebracht und für die einfache Nutzung veröffentlicht. Die Anwendung stellt eine wirtschaftliche und effiziente Lösung dar, um Geodatendienste zu erzeugen, auf die dann unkompliziert über das Internet zugegriffen werden kann. Auch in der überregionalen Fachwelt wird der GDI InspireUmsetzer als innovative Lösung wahrgenommen. Beispielsweise ist er mit dem 3. Platz beim DVW Best Practice Award ausgezeichnet worden.

Mit dem Angebot der GDI-Südhessen wird es Landkreisen, Städten und Gemeinden ermöglicht, ihren Anforderungen, die sich beim Aufbau einer regionalen GDI sowie aus der EU-Richtlinie INSPIRE ergeben, nachzukommen. Dabei müssen sie kein Fachwissen aufbauen oder aufwendige Technik bereitstellen. Eine intuitive Bedienung sowie der dahinterstehende Automatismus ermöglichen einen optimalen Zugang für die kommunalen Nutzer. Stellt man sich die Plattform symbolisch als Geodaten-„Waschmaschine“ vor, muss diese lediglich mit vorsortierten Daten befüllt werden, die dann nach dem Drücken des Startknopfes automatisch veröffentlicht werden.

Der GDI lnspireUmsetzer steht allen kommunalen Verwaltungen in der Region zur Verfügung, die zum Regionalverband FrankfurtRheinMain gehören oder deren Landkreis Mitglied in der GDI-Südhessen ist.

   
Im Rahmen der Freischaltung wurde der GDI InspireUmsetzer durch Martin Domeyer (Projektleiter in der GDI-Südhessen) vorgestellt. In weiteren Beiträgen wurde die GDI-Südhessen für das Erreichen dieses wichtigen Meilensteins aus verschiedenen Blickwinkeln gelobt: Sowohl Dr. Joachim Rix vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) als auch Dr. Falk Würriehausen aus der Koordinierungsstelle der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) und Anja Schupp, Vertreterin der Zentralen Kompetenzstelle für Geoinformation (GDI-Hessen), stellten die Vorteile der Geodateninfrastruktur sowie deren Bedeutung dar. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Susanne Egert, Geschäftsstellenleiterin der GDI-Südhessen.

Download der Präsentationen: